Mein Name ist Michaela Marquardt und ich begleite Einzelpersonen, Paare und Fachkräfte im sozialen Bereich – bei emotionalen Herausforderungen, in Krisen und präventiv.
Wenn Stress übernimmt, reagieren Menschen sehr unterschiedlich:
manche gehen in Fight (Kampf/Kontrolle), andere in Flight (Rückzug/Vermeidung), Freeze (Erstarrung/Blockade) oder Fawn (Anpassung/People Pleasing).
Ich arbeite mit diesem 4F-Ansatz, damit Du verstehst, was in Dir anspringt – und wie Du wieder handlungsfähig wirst, ohne Dich zu überfordern.
Vielleicht ist genau jetzt ein guter Moment, Dich ernst zu nehmen.
Tiefgang trägt steht für die Erfahrung, dass echte Veränderung dort entsteht, wo wir bereit sind, tiefer zu schauen – ohne Druck, ohne Eile.
Wenn wir dem Raum geben, was in uns wirkt, entsteht Bewegung – oft leise, oft unerwartet.
In dieser Bewegung darfst Du Dich erleben und zeigen, getragen von Präsenz, Klarheit und Beziehung.
Verstehen ~ Spüren ~ Handlungsfähig werden
“Es ist nicht alles Trauma. Aber es ist weit mehr Trauma, als uns das bewusst ist.”
M. Marquardt
“Es ist nicht alles Trauma. Aber es ist weit mehr Trauma, als uns das bewusst ist.”
M. Marquardt
Wozu ist Wissen über Trauma bedeutsam und wobei kann es helfen?
Im Alltag merken wir oft nicht, dass das, was wir erleben, traumabedingt sein könnte. Wir finden uns in den immer gleichen Konflikten wieder, sind (dauerhaft) erschöpft, wählen oft Partner*innen, die nicht zu uns passen, bekommen häufiger psychosomatische Beschwerden, sind schnell gereizt und werden oft aggressiv, haben an der Arbeit Probleme, die wir nicht gelöst bekommen, erleben, dass unsere Grenzen nicht geachtet werden, gehen mit uns selbst nicht liebevoll um, stellen uns selbst immer wieder zurück, weil andere Menschen um uns herum vermeintlich wichtiger sind als wir selbst, manipulieren, um unseren Willen durchzusetzen – und wundern uns, dass das nicht aufhört, wir immer angespannter und gereizter werden und uns Entspannung und Leichtigkeit in unserem Leben fehlen. Wir erleben Phänomene im Zwischenmenschlichen und (Krankheits-)Symptome bei uns selbst, ohne, dass uns die Ursachen bewusst sind. Wir finden uns im Hamsterrad wieder und finden den Ausstieg nicht. Das kostet Kraft und nimmt uns Lebensfreude.
Lass uns gemeinsam schauen, welche Ziele Du hast und wie Du diese erreichen kannst.
Wissenswertes über Trauma
Denken Menschen an Trauma, sind es oft schlimme Ereignisse wie Krieg, Naturkatastrophen, Folter, Überfall, Vergewaltigung, körperliche Gewalterfahrung, aber auch (plötzlicher) Verlust einer Bezugsperson, schwere Krankheit, Unfall und Brand, kommen in den Sinn. Es wird dabei zwischen Monotrauma (einmalig auftretende überwältigende Ereignisse) und Polytrauma (wiederholt und andauernd auftretende Ereignisse) unterschieden.
Was jedoch auch Trauma verursachen kann und woran noch nicht so häufig gedacht wird, ist das Fehlen von Dingen, die wir brauchen, um uns gut entwickeln zu können. Wir benötigen Bindung und bestimmte Bindungserfahrungen, um uns nicht nur körperlich und kognitiv, sondern auch psychisch und emotional gut entwickeln zu können. Dazu gehört z.B. die Erfüllung der Bedürfnisse Sicherheit, Zuverlässigkeit, Halt, Berechenbarkeit, Orientierung, Empathie und Co-Regulation (Zuwendung und Trost). Fehlen uns diese Bindungserfahrungen und erleben wir emotionalen Missbrauch, können wir auch dadurch traumatisiert sein, ohne, dass wir das merken.
Ein Trauma ist eine seelische Verletzung, die durch ein extrem belastendes persönliches Erlebnis ausgelöst werden kann. Dabei ist nicht – wie oft gedacht – das Erlebnis selbst das Trauma, sondern das, was in uns passiert, während wir erleben, was passiert.
Nervensystem – wie es unser Überleben sichert
Erleben wir eine Situation, die bedrohlich auf uns wirkt, reagiert unser Nervensystem – entweder mit Kampf (Fight) oder mit Flucht (Flight), je nachdem, was als sinnhafter eingeschätzt wird. Ist die bedrohliche Situation vorüber, wird dies erkannt und wir entspannen uns wieder.
Erleben wir jedoch eine Situation, die uns unvorbereitet trifft und uns reizüberflutet, so dass wir weder kämpfen noch flüchten können, kommt unser Gehirn in die Klemme. Wir erleben die Situation als ausweglos und erstarren (Freeze).
Diese Ausweglosigkeit geht einher mit sehr intensiven Gefühlen wie Angst, Hilflosigkeit, Verzweiflung, Panik und Kontrollverlust. Wir fühlen uns ausgeliefert. Erst dieser innere Zustand, in dem unser Gehirn die Erstarrung (Freeze) aktiviert, macht den Unterschied, ob ein Erlebnis als “nur” bedrohlich und belastend erlebt oder als traumatisch abgespeichert wird.
Trauma bedeutet Kontrollverlust und Ohnmacht.
Freeze, also die Erstarrung, das Einfrieren ist ein Schutzmechanismus unseres Gehirns. Wenn wir im Außen nicht kämpfen oder flüchten können, können wir uns innerlich vom Erleben distanzieren – wir dissoziieren. Wir stehen neben uns, sind weggebeamt, beobachten das Ereignis wie einen Film. Schmerz und Panik sind abgeschaltet.
Unser Überleben wird gesichert, indem wir so wenig wie möglich wahrnehmen und spüren von dem, was wir gerade erleben. Durch das Dissoziieren wird auch die Erinnerung beeinflusst. Die Erfahrung wird fragmentiert; sie wird zersplittert abgespeichert. Deswegen können sich manche Menschen auch nicht an bestimmte Dinge ihrer Kindheit erinnern.
Erlebte Phänomene, Symptome und Gründe für eine traumasensible Beratung:
- Unzufriedenheit erleben – Ursachen herausfinden wollen
- Stress und Erschöpfung; sich wie im Hamsterrad fühlen
- Niedergeschlagenheit, depressive Verstimmungen
- körperliche Beschwerden, für die Ärzt*innen keine Gründe finden (Psychosomatik)
- Emotionales Essen
- Beziehungskonflikte, die sich wiederholen und oft gleich ablaufen
- Umgang mit intensiven Gefühlen – mit Deinen eigenen und denen anderer Menschen
- Entscheidungsprobleme
- Übergänge gestalten – das Alte passt nicht mehr, das Neue ist noch nicht da
- sein Warum finden – Biographiearbeit, um Zusammenhänge zu verstehen
- Wunsch, Blockaden aufzuspüren – Glaubenssätze entdecken und verändern
- Selbstwahrnehmung stärken – Selbstwert erhöhen
- Ich-Findung und Rollen-Füllung (Wer bin ich, wie will ich sein?)
- Trauma verstehen, Traumafolgen erkennen und Umgang üben (Stabilisierung)
- Verstehen gefühlter Ohnmacht – Selbstwirksamkeit (wieder)erlangen
- Wunsch nach Lebensfreude und Erfülltsein – verbinde Dich mit Deinen Ressourcen
Was kommt zum Vorschein, wenn Stressmuster gehen dürfen?
Häufige Fragen – FAQ
Erstgespräch
In einem Erstgespräch, welches kostenfrei und unverbindlich ist, können wir uns kennenlernen und Dein Anliegen besprechen. Du kannst hineinspüren, ob Du Dich mit mir wohlfühlst und wir miteinander arbeiten wollen. Das Erstgespräch dauert ca. 15-30 Minuten und kann per Telefon oder über einen Zoom-Call stattfinden. Gib gerne auch diesbezüglich Deine Wünsche schon in Deiner Anfrage mit an.
Barrierefreiheit
Mein Praxisraum liegt in der oberen Etage unseres Wohnhauses und ist über eine wohnhausübliche Treppe zu erreichen. Ich bin somit nicht barrierefrei oder barrierearm. Ein Hinweis für Allergiker*innen: in unserem Haus lebt auch unser Rüde. Sage gerne Bescheid, solltest Du Angst vor Hunden haben; dann werdet ihr euch nicht begegnen.
Kosten
Meine Arbeit kann nicht über eine Krankenkasse abgerechnet werden. Meine Angebote richten sich somit an Selbstzahler*innen.
Eine Einzelsitzung kann für 60 Minuten (90 €) oder für 90 Minuten (130 €) gebucht werden.
Eine Paarsitzung kann für 90 Minuten (150 €) gebucht werden.
Ich bitte Dich um sofortige Begleichung nach unserem Termin. Du kannst bei mir in bar oder auch mit Karte bezahlen.
Ich arbeite mit Erwachsenen und Kindern/Jugendlichen ab 12 Jahren [mit Einverständnis der erziehungsberechtigten Person(en)].
Kleidung
Ich arbeite körpernah, bedürfnisorientiert und nervensystemfokussiert. Trage daher gerne Deine Wohlfühlkleidung; bei mir darf sein, was Du brauchst, um gut bei Dir sein zu können. Eine Bitte habe ich an Dich – mein Praxisraum ist straßenschuh-frei. Ich habe Socken und Gästepuschen da, falls Du Bedarf hast. Du kannst Dir auch gerne selbst Deine eigenen Kuschelsocken mitbringen.
Zeit
Termine vereinbare ich individuell neben meinem anderen Job. Schreibe mir eine Nachricht, gerne mit 2-3 Terminvorschlägen im frühen Vormittags- oder späten Nachmittagsbereich oder für einen Samstag. Bitte lasse Dir vor und nach Deinem Termin ein bisschen Raum zum Nachspüren. Manchmal wirkt Erarbeitetes und Durchfühltes noch nach. Dein Nervensystem freut sich, wenn Du Stress und Hektik im Anschluss vermeidest und Dir ein bisschen Ruhe gönnst. Hodenhagen lädt auch zum Spazierengehen am Deich ein.










